Depalettierer von Baust: entladen ganzer Paletten in einem Zyklus
Wareneingang ohne manuelles Umstapeln
Der Wareneingang legt fest, in welchem Zustand Material in die Produktion geht. Depalettierer von Baust nehmen die komplette Ladung in einem Zug von der angelieferten Palette, statt sie Lage für Lage abzutragen. Gerade in der Lebensmittel- und Pharmaproduktion darf die Fremdpalette aus dem Lkw nicht in den Hygienebereich weiterfahren: Die Ware wird auf die betriebseigene Palette oder ein Slipsheet übergeben, die Anlieferpalette bleibt draußen. Damit fällt die Quelle für Schmutz, Splitter und Nägel weg, bevor sie überhaupt in die Produktion gelangt.
Je nach Ladung und Palette arbeiten unsere Depalettierer mit drei Verfahren: Schieben als Standard, Klemmen für empfindliche oder instabile Stapel und Ziehen dort, wo von der Gegenseite angesetzt werden muss. Welches davon passt, entscheidet sich an der Gebindeform und am Zustand der Anlieferpalette.
Wofür Betriebe uns holen:
- Fremd- und Tauschpaletten enden am Wareneingang statt in der Fertigung
- Schweres Umstapeln von Hand entfällt, auch bei durchgehendem Schichtbetrieb
- Kartonagen, Behälter, Säcke und Flaschen werden ohne Einzelgriff übergeben
- Die Anlieferpalette geht direkt zurück in den Kreislauf oder ins Magazin
- Günstige und platzsparende Slipsheets ersetzen die Palette im weiteren Transport
- Die gesamte Palettenlage wird in einem Zyklusschritt transferiert, nicht Stück für Stück
Eingesetzt werden die Anlagen überall dort, wo hohe Stückzahlen und feste Hygieneregeln zusammentreffen: in der Lebensmittel- und Pharmaproduktion ebenso wie in der Chemie-, Kunststoff- und Automobilindustrie. Meist bildet ein Depalettierer den ersten automatisierten Schritt einer längeren Kette.
Vollautomatische Depalettierung mit Baust
Technische Daten
- Leistung: 60 – 80 Zyklen/h
- Betriebsart: Automatiksteuerung
- Be- & Entladung: Gabelstapler/ Fördertechnik
- Rück- & Seitenwände: pneumatisch zustellbar
- Energieversorgung: 4 kVA – 16A 230/400 V R1/2“, 6 bar
- Abmessungen (L x B x H in mm): 3600x3000x3150
- Maschinengewicht: ca. 3200 kg
Palettenbeladung
- Gesamtgewicht bis 1200 kg
- Standardpalette (B x L in mm): 800 – 1000 x 1200
- Max. Höhe inkl. Palette: 2000 mm
- Warengüter: z.B. Kartonagen, Fässer, Kisten, Big-Bags, Säcke oder Flaschen
- Überladungstoleranz je Seite: 50 mm
Optionen
- Schiebebleche: Palettieren auf Holzpalette oder Depalettieren auf Slipsheet
- Slipsheet- bzw. Deckblattaufleger und -sammler
- Kontaktteile mit der Ladung aus Edelstahl
- Warenhöhe > 2000 mm
- Automatische Palettenmagazine
Highspeed Depalettierung durch unsere Depalettierer
Der Depalettiervorgang mittels Schiebeverfahren beginnt mit dem Einfördern der beladenen Palette. Die Rückwand und die Seitenwände des Depalettierers schließen sich und legen sich an die Ladung an. Sanft, schnell und sicher wird das komplette Ladegut von der Palette auf den etwas tieferen Zielförderer geschoben.
Bei herkömmlichen Depalettier-Systemen erfolgt dieser Prozess nur lagenweise oder gar stückweise. Der weitere Transport der Ladung erfolgt nun palettenlos auf Gliederband- oder speziellen Rollenförderern. Die leere Palette wird direkt seitlich aus dem Depalettierer ausgeschleust und kann in einem Palettenmagazin aufgestapelt werden. So sieht ein effektiver Depalettierprozess mit bis zu 80 Zyklen pro Stunde aus. Der Palettiervorgang läuft entsprechend andersherum ab.
Die Klemm- und Ziehpalettierer runden das Spektrum von Baust ab und basieren ebenfalls auf dem Handling des gesamten Ladungsstapels in einem Zyklusschritt.
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Automatische Depalettierer im laufenden Wareneingang
Automatische Depalettierer rechnen sich dort, wo täglich dieselben Paletten in derselben Reihenfolge ankommen. Kontinuierlich arbeitet die Anlage jeden Zyklus ab und meldet ihn zuverlässig an die übergeordnete Steuerung, sodass der Wareneingang planbar wird. Bleibt der Anteil manueller Arbeit dagegen hoch, schwankt die Taktzeit mit der Tagesform.
Sensorik erfasst Höhe und Kontur der Ladung, bevor die Wände zustellen. Dadurch lassen sich unterschiedliche Anlieferungen exakt handhaben, ohne dass jemand die Maschine umstellt. Die einfache Bedienung über das Bedienpanel ist in wenigen Stunden geschult. So bleibt die Depalettierung auch dann effizient, wenn ungeübtes Personal an der Anlage steht.
Wo Ware anschließend direkt in einen Reinraum oder eine Hygienezone geht, kombinieren Betriebe die Anlage mit Desinfektionsschleusen. Der Übergang bleibt so vollautomatisch, vom Lkw bis zur ersten Produktionsstufe.
Oft unterschätzt wird der ergonomische Effekt: Automatische Depalettierer nehmen dem Team die Hebearbeit ab, die am Wareneingang sonst über Jahre auf Rücken und Schultern geht. Die Ladung wird maschinell gehalten, nicht getragen. Das senkt den Krankenstand ebenso wie das Risiko beschädigter Ware, weil niemand mehr einen Karton unter Zeitdruck fallen lässt.
Depalettieranlage oder Einzelmaschine
Ob eine einzelne Maschine reicht oder eine komplette Depalettieranlage sinnvoll ist, hängt am Durchsatz und an der Zahl der Anlieferrampen. Ein einzelner Depalettierer sitzt typischerweise direkt hinter dem Wareneingangstor und übergibt auf eine vorhandene Rollenbahn.
Größere Standorte verketten mehrere Depalettieranlagen mit Zuführung, Palettenmagazin und Abtransport zu einer durchgehenden Linie. Beide Ausbaustufen beruhen auf denselben, aufeinander abgestimmten Baugruppen, sodass sich auch eine bestehende Einzelmaschine nachträglich zur Linie ausbauen lässt. Unsere Depalettierer Systeme wachsen deshalb schrittweise mit. Soll auch das Beladen, Wechseln und Verpacken aus einer Planung kommen, finden Sie das im Palettiersysteme-Programm oder in unseren Komplettsystemen.
Manuell, teilautomatisiert oder vollautomatisiert
Nicht jeder Wareneingang braucht die höchste Ausbaustufe. Bei wenigen Paletten pro Tag bleibt manuelles Entladen wirtschaftlich. Ab etwa einer Palette alle paar Minuten kippt die Rechnung, weil Personal dauerhaft gebunden ist und die Taktzeit schwankt.
In vollautomatisierten Linien wird die Palette ohne Zutun zugeführt, geleert und ausgeschleust. Dazwischen liegt die teilautomatisierte Variante, bei der Bediener die Palette einsetzen und die Maschine den Rest übernimmt. Welche Stufe passt, rechnen wir anhand Ihrer Paletten pro Stunde durch.
Depalettierer Hersteller mit eigener Konstruktion
Als Depalettierer Hersteller entwickeln, fertigen und montieren wir im eigenen Haus. Das heißt in der Praxis: Greifbereich, Zustellweg und Steuerung entstehen für Ihre Anforderung, nicht als Anpassung eines Katalogmodells. Genau das unterscheidet einen Depalettierer Hersteller mit eigener Konstruktionsabteilung von einem reinen Händler: Die Maschine wird optimal auf Ihre Anlieferung ausgelegt, nicht umgekehrt.
Möglich ist dabei ein kompakter Aufbau genauso wie eine breite Ausführung für Übergrößen. Weil Konstruktion und Fertigung nebeneinander liegen, lassen sich Änderungen aus der Werksabnahme direkt umsetzen. Nach der Inbetriebnahme übernimmt unser Service Wartung und Ersatzteile, inklusive Fernzugriff auf die Steuerung.
Was diese Bauweise praktisch bedeutet, zeigt sich bei Sonderfällen. Kommt Ware auf Paletten mit abweichendem Maß, wird der Zustellweg angepasst, statt eine zweite Maschine danebenzustellen. Steht am Zielort nur wenig Fläche zur Verfügung, rückt die Übergabe näher an die Anlage. Solche Punkte klären wir vor der Konstruktion, damit der Depalettierer am Ende in die vorhandene Halle passt.
Für eine belastbare Einschätzung brauchen wir Ihre Palettenzahl pro Stunde, die Gebindeart und das Hallenlayout. Sprechen Sie uns an, wir rechnen den Takt durch.
Einbindung in Materialfluss und Steuerung
Ein Depalettierer steht nie allein. Über flexible Schnittstellen kommuniziert die Anlage mit Rollenförderern, Zuführungen und dem übergeordneten System, sodass die Ware reibungslos weiter transferiert wird. Vorhandene Komponenten bleiben dabei im Einsatz: Fördertechnik, Waagen oder Etikettierer lassen sich integrieren, sofern die Schnittstelle offenliegt.
Die Umstellung auf Depalettierer Systeme erfolgt schrittweise im laufenden Betrieb. Unsere Techniker nehmen zuerst Schnittstellen und Taktzeiten auf, danach folgt der Anschluss. So bleibt der Materialfluss während der Montage erhalten und die Produktion läuft weiter.
Wird die Anlage später erweitert, bleibt die Steuerungslogik dieselbe. Ein zusätzlicher Depalettierer an einer zweiten Rampe meldet sich im selben System an, ohne dass die bestehende Programmierung angefasst werden muss. Das hält die Bedienung einheitlich und spart Schulungsaufwand, wenn Personal zwischen den Linien wechselt.



